Anna Kirsch über Heimat
Von PetraSchuseil | 20.Juli 2015
Anna war hier. Anna kenne ich von Janus, wo ich meine Coachingausbildung 2006 absolviert habe.
Anna hat zwischenzeitlich in Irland Kunst studiert. Sie war 2 Tage zu Besuch bei mir. Dieses Foto hat sie mir geschenkt.
Auf Ihrer Homepage heißt es: “… es geht um die Verortung der Heimat”.
Wir haben über den Begriff Heimat diskutiert. Was ist Heimat? Mit welchem Ort, mit welcher Person verbinden wir Heimat? Sie erzählte mir, dass während einer Podiumsdiskussion die wenigsten Menschen ihren Geburtsort nannten. Eher schon die Stadt oder das Land, in der man seine Freunde oder Familie hat.
Das Foto zeigt zwei nebeneinander stehende Füße auf Kieselsteinen. Wenn ich festen Grund unter mir spüre, kann ich mich mit der Heimat verbinden. Ich selbst denke, wenn ich mir meiner Wurzeln bewusst bin, dann schaffe ich in erster Linie Heimat in mir selbst. Heimat ist dort – so sagte es meine Freundin vorgestern – wo es tragfähige und sinn-stiftende Freundschaften und Beziehungen gibt. Das wird vor allem dann wichtig, je älter wir werden. Das drückt sich für mich in dem Grasbüschel aus, der aus dem linken Fuß spießt. Wenn ich gut verortet bin, können Beziehungen wachsen.
Anna meinte, es geht eher um ein Gefühl. Ein Heimatgefühl. Wie fühlt sich “Heimat” an? Ich fühle mich aufgehoben und vertraut, wenn ich darüber nachdenke. Ich zum Beispiel vermisse “mein Frankfurt”, weil ich es aus dem Eff-Eff kenne. Ich vermisse es, mit dem Fahrrad durch die Straßen zu fahren, auch gegen die Einbahnstraßen, was ja erlaubt ist. Mir hat es im Sommer besonders gefallen. Das ist ein Heimatgefühl, das nur ich so in mir trage.
Und Du? Welches Heimatgefühl bestimmt Dich?
Interessant auch mein Blogpost vom 15. Januar 2010. Hier habe ich im Rahmen der Freitag-Werte-Reihe über HEIMAT philosophiert.
Topics: 50+, erfüllt leben, Freizeit, Freunde und Familie, Wendepunkte | Kein Kommentar »
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